Kaiser Maximilian - der letzte Ritter

Vor 500 Jahren - am 12. Jänner 1519 - verstarb Kaiser Maximilian I. in der Burg Wels. Nach wie vor zählt er zu den bekanntesten aus der langen Reihe der Könige und Kaiser der deutsch-österreichischen Geschichte. Er war Herrscher an einer Zeitenwende, eine eindrucksvolle, wenn auch nicht leicht durchschaubare Persönlichkeit. Bedeutende kulturelle Leistungen werden bis heute mit seinem Namen verbunden. Populär ist er unter dem Beinamen „der letzte Ritter“. Einerseits noch im Mittelalter verhaftet, setzte er sich doch in vielen Bereichen an die Spitze neuer Entwicklungen. Wie kein anderer nutzte Maximilian die neuen Formen der Druckkunst zur publikumswirksamen Darstellung seiner persönlichen und politischen Ziele. Schon zu Lebzeiten stand die Sorge um die Erinnerung der Nachwelt an ihn – an sein Gedächtnis – im Zentrum seiner Bestrebungen. Dies führte zur Entstehung von kunstvollen Schrift- und Bildwerken, die heute noch die Wahrnehmung seiner Person bestimmen. Besonderen Beziehungen pflegte er zur Stadt Wels. Ganz der mittelalterlichen Tradition verhaftet, reiste der Kaiser, ohne ständige Residenz, von einem Ort zum nächsten. In der Burg Wels bezog Maximilian zwanzigmal Quartier. Es sollte auch seine letzte Station werden. (Text: Ingeborg Micko).

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