Wunschbaum

Es war einmal eine kleine Weide. Sie lebte in einem großen Wald inmitten von vielen, vielen Tannenbäumen. Die Weihnachtszeit war schon immer die allerliebste Zeit der Trauerweide, weil die Freude der Menschen auch im Wald zu spüren war. Sie kamen sich Tannenbäume holen, um diese dann zu schmücken, rundherum Geschenke zu verteilen und Weihnachten zu feiern. Es war auch ihr größter Traum, einmal selbst ein Weihnachtsbaum zu sein. Trotzdem wurde sie gerade zur Weihnachtszeit immer ein bisschen traurig, denn wer will schon einen Trauerweidenchristbaum. Die anderen Tannenbäume lachten die kleine Trauerweide oft aus, weil sie so anders aussah. „Schau dir doch deine Äste und Blätter an, die kann man ja nicht einmal schön schmücken!“ Auch dieses Jahr war die Adventszeit wieder angebrochen und die kleine Trauerweide hatte die Hoffnung, ein Weihnachtsbaum zu werden, schon fast aufgegeben. Die Leute kamen und holten ihre Bäume ab, aber alle schenkten ihr keine Beachtung. Traurig ließ sie ihre Äste noch weiter nach unten hängen als sonst. Aber plötzlich hörte sie eine Kinderstimme rufen: „Mama, Mama, ich will diesen Baum, der ist viel schöner als die ganzen Tannenbäume!“ Die kleine Trauerweide traute ihren Ohren kaum und richtete sich auf, wollte wirklich jemand sie als Christbaum haben? „Du siehst aus, als wärst du verzaubert, wie ein richtiger Wunschbaum!“ Am Tag des 24. Dezember stand die kleine Trauerweide stolz im Wohnzimmer der Familie, geschmückt von oben bis unten, Geschenke lagen herum und wurden mit viel Freude ausgeteilt. Die Trauerweide war glücklich, für sie war es das schönste Weihnachtsfest aller Zeiten!

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