In den kalten Winternächten schlafen die meisten Pferde längst in ihren warmen Ställen. Doch die beiden Pferde am Kaiser-Josef-Platz bleiben wach. Denn jedes Jahr zu Weihnachten haben sie eine besondere Aufgabe: Sie passen auf das Giebelkreuz auf. Das Giebelkreuz ist das Zeichen der Raiffeisenbank und steht für Schutz, Zusammenhalt und dafür, dass Menschen füreinander da sind. Und genau deshalb passen die beiden Pferde so gut dazu. Denn auch ein starkes Pferd kommt manchmal nicht allein ans Ziel. Es braucht Vertrauen und jemanden, der es begleitet.
Die beiden wissen das ganz genau. Deshalb bleiben sie immer zusammen. Wenn eines den Kopf hebt, hebt auch das andere seinen. Wenn eines sich bewegt, folgt ihm das andere. Und in der kalten Weihnachtsnacht rücken sie ein Stück näher zusammen.
Denn nur gemeinsam können sie das Zeichen bilden, unter dem sie stehen:
das Giebelkreuz.
Dieser Gedanke gehört auch zur Geschichte der Raiffeisenbank Wels. Sie wurde 1882 gegründet, zunächst mit dem Schwerpunkt Landwirtschaft. Menschen schlossen sich zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam besser für die Zukunft gerüstet zu sein.
1900 übersiedelte der damalige „Oberösterreichische Bauernkredit“ an den Kaiser-Josef-Platz 58. Die beiden Pferde erinnern mit ihren Köpfen bis heute an diese Wurzeln und an die Landwirtschaft, in der Pferde einst wichtige Helfer waren.
Aus der Bank für die Landwirtschaft wurde im Laufe der Jahre eine Bank für immer mehr Menschen. Heute ist die Raiffeisenbank Wels eine selbständige Regionalbank für Wels-Stadt und Wels-Land und die größte Raiffeisen-Primärbank Österreichs.
Vieles hat sich verändert, doch eines ist geblieben: Gemeinsam ist man stärker. Und so stehen die beiden Pferde auch in dieser Weihnachtsnacht Seite an Seite. Über ihnen leuchtet das Giebelkreuz und die Weihnachtslichter lassen ihre Köpfe glänzen. Vielleicht sehen sie deshalb ein wenig aus, als würden sie lächeln.
Denn sie wissen:
Zusammen ist man nie allein.