Es war einmal eine ganz besondere Schneekugel. Sie stand nicht in einem Spielzeugladen und auch nicht auf dem Fensterbrett eines alten Hauses. Nein, diese Schneekugel gehörte dem Christkind – und sie hütete ein Geheimnis. Wenn die Tage kürzer wurden und die ersten Lichter in Wels zu funkeln begannen, nahm das Christkind seine Schneekugel vorsichtig in beide Hände.
„Nun ist es wieder so weit“, flüsterte es und schüttelte sie ganz behutsam. Sofort wirbelten tausend kleine Schneeflocken um den alten Ledererturm, die Almdorfbühne und den großen Christbaum.
Und mit ihnen tanzten all die Weihnachtswünsche durch die Kugel:
der Wunsch nach einem schönen Weihnachtsabend,
der Wunsch, jemanden wiederzusehen,
der Wunsch nach einem Geschenk
oder einfach danach, dass dieser besondere Augenblick noch ein bisschen länger dauern möge. Das Christkind kannte sie alle. Und wenn es am Abend stiller wurde, sammelte es die schönsten Wünsche ein und bewahrte sie in seiner Schneekugel.
Vielleicht, so erzählt man sich, ist genau das der Grund, warum sich Weihnachten in Wels ein kleines bisschen zauberhafter anfühlt als anderswo.
Denn in dieser Schneekugel steckt ein kleines Stück der Welser Weihnachtswelt – voller Wünsche, Erinnerungen und Weihnachtszauber.