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Der Adventkranz – Ein Licht für jeden Tag

In der Stadt Hamburg in Deutschland lebte vor vielen Jahren, genau genommen im Jahr 1839, ein Mann namens Johann Hinrich Wichern. Johann war ein Theologe, der sich besonders um Kinder kümmerte. Es war Advent. Draußen wurde es früh dunkel und die ersten Weihnachtslichter erhellten die Straßen. Doch bis Weihnachten waren es noch viele Tage. Für die Kinder, die im Rauhen Haus lebten und dort ein Zuhause und Betreuung fanden, schien das Warten auf Weihnachten manchmal endlos. Da hatte Johann eine besondere Idee. Er nahm ein großes Wagenrad und schmückte es mit Tannenzweigen. Darauf befestigte er 24 Kerzen: 20 kleine rote Kerzen für die Wochentage und vier große weiße Kerzen für die Adventsonntage.

Am ersten Tag wurde die erste Kerze entzündet. Ein warmes Licht erhellte den Raum. Am nächsten Tag kam eine weitere Kerze dazu. Und jeden Tag wurde es ein kleines bisschen heller. An den Adventssonntagen leuchtete zusätzlich eine große weiße Kerze. So konnten die Kinder mit jedem neuen Licht sehen, wie Weihnachten näherkam. Die Tage wurden weniger, die Kerzen wurden mehr und die Vorfreude wuchs.
Dann kam der 24. Dezember. Die letzte Kerze wurde entzündet. Nun leuchteten alle 24 Lichter gemeinsam und das Wagenrad strahlte hell und warm. Das Warten hatte ein Ende. Weihnachten war da.

Aus diesem besonderen Wagenrad entwickelte sich im Laufe der Zeit der Adventkranz, wie wir ihn heute kennen. Die vielen Kerzen wurden schließlich zu vier Kerzen – eine für jeden Adventsonntag. Die ursprüngliche Idee blieb jedoch dieselbe: Das Licht zeigt, wie die Zeit bis Weihnachten vergeht.
Unser großer Adventkranz greift diese ursprüngliche Form wieder auf und lässt 24 Kerzen erstrahlen. Und so erzählt er auch heute noch von der schönsten Zeit des Jahres:
Mit jedem neuen Licht wächst die Vorfreude – bis schließlich alle 24 Kerzen leuchten und Weihnachten da.