Rekordsommer in Wels und strategische Weichenstellungen für die Zukunft!

Touristische Jahresbilanz 2025: Die Tourismusregion Wels blickt auf ein ereignisreiches Tourismusjahr zurück. Insgesamt wurden – inklusive aller freiwilligen Mitgliedsbetriebe – knapp 371.000 Nächtigungen verzeichnet. Während die Region aufgrund betrieblicher Entwicklungen in Summe eine differenzierte Entwicklung zeigt, konnte die Stadt Wels mit einem Rekordsommer ein Nächtigungsplus von 1,8 % auf insgesamt 236.736 Nächtigungen erzielen. Parallel dazu setzt die Region mit gezielten Investitionen in neue Freizeitangebote klare Zukunftsakzente: Mit dem Trailpark Sattledt entsteht ein regional bedeutendes Radprojekt, und mit dem Welser Radkleeblatt wird die nächste Ausbaustufe der Rennrad- und Radregion umgesetzt – vier beschilderte Gravel- und Freizeit-Routen mit jeweils rund 80 Kilometern Länge sollen bis zum Frühjahr 2027 realisiert werden. Mit der internationalen Auszeichnung zur „European City of Christmas 2026, sowie dem Jubiläum 1.250 Jahre Stift Kremsmünster und der Landesgartenschau 2027, hat man die Fundamente und Schwerpunkte für die Zukunft bereits gesetzt! 

Der Tourismus bleibt ein zentraler Wirtschafts- und Standortfaktor für die Region Wels. 94 Beherbergungsbetriebe mit 3.629 Betten stehen für Gäste zur Verfügung, davon neun 4-Stern und sieben 3-Stern-Betriebe. 

 

Rekordsommer und Nächtigungsplus in der Stadt Wels

Die Stadt Wels konnte im Jahr 2025 ein weiteres Nächtigungsplus von 1,8 % erzielen, obwohl das Beherbergungsangebot nur geringfügig erweitert wurde. Insgesamt verfügt Wels über 1.790 Betten in 54 Betrieben. Verzeichnet wurden 236.736 Nächtigungen sowie 133.936 Ankünfte. 46 % aller Nächtigungen entfallen auf Betriebe der 4-Sterne-Kategorie. In der Stadt Wels zeigt sich ein ausgeglichenes Verhältnis von inländischen und ausländischen Gästen, was die Attraktivität der Stadt sowohl für den heimischen Freizeit- als auch für den internationalen Tourismus unterstreicht. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei 1,8 Nächten. Herausragend präsentierten sich die Sommermonate Juli und August, die die nächtigungsstärksten Monate seit Beginn der Aufzeichnungen waren. Dieser Rekordsommer ist vor allem auf den starken Freizeittourismus, zahlreiche Veranstaltungen sowie auf Gäste zurückzuführen, die auf dem Weg in den Süden einen Zwischenstopp in Wels einlegten.

 

Stabile Basis trotz regional unterschiedlicher Entwicklungen

Die touristische Entwicklung innerhalb der Region Wels verlief 2025 differenziert und wurde in einzelnen Gemeinden maßgeblich durch betriebliche Veränderungen beeinflusst. In Sattledt und Kremsmünster wirkten sich Neuübernahmen sowie strategische Neuausrichtungen einzelner Beherbergungsbetriebe auf das Nächtigungsergebnis aus und führten zu einer geringeren Anzahl an Nächtigungen. In Sattledt wurden in zehn Beherbergungsbetrieben mit insgesamt 381 Betten rund 26.560 Nächtigungen (-21 %) gezählt. 52 % der Gäste kommen aus dem Ausland, die Gäste bleiben im Durchschnitt 2,7 Nächte. Kremsmünster verzeichnete 12.385 Nächtigungen (-29%) in 14 Betrieben mit 541 Betten. In Kremsmünster überwiegen mit 53% die inländischen Gäste, welche im Schnitt 2,2 Nächte bleiben. 

Eine stabile Entwicklung zeigt sich bei den 17 freiwilligen Mitgliedsbetrieben mit 917 Betten, deren Nächtigungsergebnis mit rund 95.000 Nächtigungen auf einem vergleichbaren Niveau zum Vorjahr liegt – ein positives Signal in einem herausfordernden Marktumfeld.

Zu berücksichtigen ist, dass die offiziellen Daten der Statistik Austria mit 275.682 Nächtigungen nicht das vollständige touristische Gesamtbild der Region Wels widerspiegeln.  Betriebe außerhalb ausgewiesener Tourismusgemeinden, die als freiwillige Mitglieder einem Tourismusverband angehören, werden statistisch nicht der Region zugeordnet. Insgesamt schließt die Region Wels das Tourismusjahr 2025 mit rund 371.000 Nächtigungen und einem rechnerischen Minus von 2,2 % ab.

 

Neue Freizeitprojekte stärken die Region als Rad- und Freizeitdestination

Mit gezielten Investitionen in neue Freizeitangebote setzt die Region Wels klare Akzente für die Zukunft. In Sattledt entsteht mit einem Trailpark ein neues, regional bedeutendes Rad-Projekt. Das kompakte Areal umfasst sieben abwechslungsreiche Strecken auf insgesamt 1.419 Metern Länge und wird als LEADER-Projekt der Gemeinde Sattledt gemeinsam mit dem Tourismusverband Region Wels umgesetzt. 

Die Region Wels hat sich bereits als Rennradregion etabliert: 26 Rennradtouren mit knapp 2.000 Kilometern führen von Wels aus durch die landschaftlichen Highlights Oberösterreichs. Ergänzt wird dieses Angebot durch 16 weitere Touren entlang bestehender Landesradwege und E-Bike-Strecken mit rund 1.000 Kilometern.

Mit dem Welser Radkleeblatt folgt nun die nächste Ausbaustufe: Vier beschilderte Gravel- und Freizeit-Routen mit jeweils rund 80 Kilometern Länge entstehen bis Frühjahr 2027 in Kleeblattform rund um Wels. Die Strecken verbinden Natur, Aussichtspunkte, Gastronomie, Gemeinden, Landesradwege und den öffentlichen Verkehr – inklusive Einstiegsmöglichkeiten an Bahnhöfen. Die R501 Kremstalrunde ist bereits beschildert und wird gemeinsam mit dem Trailpark Sattledt am 15. und 16. Mai 2026 offiziell eröffnet.

 

Digitalisierung, Events und Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktoren

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierungsoffensive 2026. Im Hinblick auf die Landesgartenschau 2027 werden zentrale Führungs- und Rundgangs-Angebote erstmals als kostenlose Web-App verfügbar gemacht. Ein neues CRM-System, das gemeinsam mit der Landesgartenschau genutzt wird, bildet die Grundlage für gezielte Kommunikation und eine moderne Omnichannel-Strategie in Kooperation mit dem Oberösterreich Tourismus und allen Tourismusverbänden. Ergänzt wird dies durch KI-gestützte Lösungen im First-Level-Support.

Als eine der führenden Eventdestinationen Österreichs bietet Wels optimale Bedingungen für Kongresse, Sportevents, Kulturveranstaltungen und Konzerte. Rund 50.000 m² Eventfläche, mehr als 3.000 Betten sowie professionelle, vielfach mit dem Öst. Umweltzeichen zertifizierte Betriebe machen nachhaltige Veranstaltungen möglich. Veranstalter profitieren zusätzlich von einer Förderung von bis zu 6.000 Euro für Green Events oder Veranstaltungen mit Nächtigungen in zertifizierten Betrieben.

 

Blick nach vorne: European Capital of Christmas 2026, Landesgartenschau & 1.250 Jahre Stift Kremsmünster 2027

Die Landesgartenschau 2027 sowie das 1.250-Jahr-Jubiläum des Stiftes Kremsmünster sind zentrale Zukunftsprojekte für die Region. Die enge Kooperation in Vertrieb, Kommunikation und Produktentwicklung wird 2026 weiter intensiviert – mit Fokus auf B2C- und B2B-Aktivitäten, Messeauftritte und den Bustourismus.

Ein besonderes Highlight ist die Auszeichnung von Wels als European Capital of Christmas 2026. Seit 2017 prämiert das Christmas Cities Network die bedeutendsten Weihnachtsmärkte Europas – mit Wels erstmals auch eine deutschsprachige Stadt. Die Welser Weihnachtswelt, gegründet vor 17 Jahren als Kooperationsprojekt der Stadt Wels, der Wels Marketing & Touristik GmbH und des Tourismusverbandes, überzeugte mit einem innovativen LED-Beleuchtungskonzept, drei stimmungsvollen Weihnachtsmärkten, hochwertiger Innenstadtdekoration sowie einem vielfältigen Shopping- und Genussangebot. An der Weiterentwicklung des Konzepts wird aktuell intensiv gearbeitet.

 

STATEMENTS

KR Helmut Platzer, Aufsichtsratsvorsitzender Tourismusverband Region Wels
„Die touristische Entwicklung 2025 zeigt, dass die Region Wels auf einem stabilen Fundament steht und gleichzeitig konsequent an ihrer Zukunft arbeitet. Mit der Umsetzung der Tourismusstrategie 2030 setzen wir klare Schwerpunkte auf Nachhaltigkeit, Qualität und Angebotsentwicklung – von Green Events bis hin zu neuen Freizeit- und Radprojekten. Der Rekordsommer in der Stadt Wels und die gezielten Investitionen in der gesamten Region bestätigen diesen Weg.“

 

Bürgermeister Dr. Andreas Rabl: „Wels war naturgemäß immer schon stark im Messetourismus, dazu kam in den vergangenen Jahren die – nun völlig verdient auf höchster Ebene ausgezeichnete – Weihnachtswelt als Publikumsmagnet. Großes Potenzial sehe ich in nächster Zeit im Fahrradtourismus und der Landesgartenschau 2027. Wels pulsiert auch als Tourismusstandort immer mehr und vielfältiger!“

 

Dr. Martin Oberndorfer, Wirtschaftsstadtrat der Stadt Wels
„Wels profitiert zunehmend von der Kombination aus starkem Wirtschaftstourismus und wachsendem Freizeittourismus. Die steigende Zahl an Sommernächtigungen zeigt, dass sich unsere Stadt erfolgreich als Citytrip-Destination etabliert. Besonders rund um Großveranstaltungen und die Weihnachtswelt wird dieses Potenzial deutlich sichtbar.“

 

Peter Jungreithmair, MBA, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Region Wels
„Der Rekordsommer 2025 bestätigt, dass der Freizeittourismus in Wels und der Region weiter an Bedeutung gewinnt. Als Tourismusverband investieren wir gezielt in nächtigungswirksame Veranstaltungen sowie in den Ausbau von Rad-, Freizeit- und Naturangeboten. Projekte wie der Trailpark Sattledt oder das Welser Radkleeblatt sind wichtige Bausteine, um die Region nachhaltig zu positionieren und gleichzeitig Aufbauarbeit für die Landesgartenschau 2027 und den neuen Volksgarten zu leisten.“

 

Foto v.l.n.r.: Peter Jungreithmair, GF Tourismusverband Region Wels, KR Helmut Platzer, Vorstandsvorsitzender Tourismusverband Region Wels, Bgm. Dr. Andreas Rabl, Wels, StR. Dr. Martin Oberndorfer 

 

Bildnachweis: ©Tourismusverband Region Wels

Fotograf intern, Drohnenfoto: Peter Echt

 

Pressekontakt:
Mag. (FH) Gerda Niederhofer
Tourismusverband Region Wels
Tel.:  07242/67722-25 
Email: gerda.niederhofer@wels.at