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E-Mail Nach intensiven Vorarbeiten präsentierten Bürgermeister Dr. Peter Koits, Stadträtin Silvia Huber, Stadtrat Peter Lehner und Stadtrat Dr. Andreas Rabl am Montag, 28. November umfangreiche Maßnahmen für die Neugestaltung des Stadtteiles Noitzmühle. Erarbeitet wurden die geplanten Weichenstellungen in Form eines Stadtteilentwicklungskonzeptes. Dabei wurden folgende fünf Themengebiete in die Planungen einbezogen:
• Städtebau und Bebauung
• Grünraum und Freiflächen
• Versorgung und Infrastruktur
• Verkehr
• Soziale Kommunikation
"Aus dem bisherigen Beteiligungsprozess haben wir die Anregungen und Vorstellungen der Bevölkerung aufgegriffen und versucht, daraus ein umfassendes Paket zu schnüren. Dieses legen wir nun den Bürgerinnen und Bürgern der Noitzmühle zur Begutachtung vor. Im Frühjahr soll dann der Gemeinderat eine breit akzeptierte Grundlage haben, um kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen und Ziele zu beschließen, die Zug um Zug umgesetzt werden", erklärt Bürgermeister Dr. Peter Koits die Hintergründe des Projektes sowie das weitere Vorgehen.
"Ein Kernziel dieses Konzeptes ist es, den natürlichen Mittelpunkt der Noitzmühle - nämlich den Bereich des ehemaligen Einkaufszentrums und der Volkshochschule (VHS) - wieder als Zentrum zu etablieren", so Planungsstadtrat Peter Lehner.
Weitere Schwerpunkte liegen in der Verbesserung der Wohnqualität sowie besseren Freizeitangeboten für Kinder, Jugendliche und Familien. "Vor allem die geplanten Maßnahmen im Bereich der Straßenbeleuchtung werden dazu beitragen, dass sich die in der Noitzmühle wohnenden Menschen wieder sicherer in ihrem Stadtteil fühlen", ist Wohnbaustadtrat Dr. Andreas Rabl überzeugt.
Für Sozial- und Jugendstadträtin Silvia Huber ist das Konzept ein entscheidender Schritt dazu, den Stadtteil wieder attraktiver für seine Bewohner und für die Stadt Wels insgesamt zu machen: "Die Noitzmühlerinnen und Noitzmühler haben es sicht verdient, dass es Verbesserungen in ihrem Stadtteil gibt. Gerade im Jugend- und Sozialbereich sind mit einem Slackline-Park, einer Mutterberatungsstelle, einem Jugendtreff und einem Alten- und Pflegeheim zahlreiche positive Maßnahmen geplant."
Kurzfristige Maßnahmen
Wichtige Maßnahmen für das Stadtbild sowie die Freiräume sollen bereits kurzfristig im Jahr 2012 umgesetzt werden:
• Das seit Jahren leer stehende Einkaufszentrum wird
abgerissen und die Fläche für eine Neubebauung vorbereitet
(Umsetzung: ab Jänner 2012).
• Der Freiraum und Wald beim Mühlbach (Ecke
Lichteneggerstraße/Noitzmühlstraße) wird als Freizeitfläche
aufgewertet. Ein Slacklinepark (Slackline ist eine
Trendsportart ähnlich dem Seiltanzen) mit neuen
Klettermöglichkeiten wird errichtet (Umsetzung: Sommer
2012).
• Im Spielplatz Eibenstraße werden als erste Maßnahmen Abfallkörbe, neue Tischbankgarnituren und eine Sandkiste aufgestellt (Umsetzung: Frühjahr 2012).
• Im Naturraum Traunauen werden weitere Sitzmöglichkeiten und eine neue Beleuchtung installiert (Umsetzung: Frühjahr 2012).
• Generell wird die Sicherheit im Straßenraum durch die Verbesserung der Beleuchtung erhöht (Umsetzung: laufend).
• Weiters werden die Wege zwischen den Wohnhäusern durch die Erneuerung von Leuchtmitteln und das Aufstellen von Sitzgelegenheiten und Abfallkörben verbessert (Umsetzung: laufend).
• Der Straßenraum der Lichteneggerstraße (westlich der Noitzmühlstraße) wird neu gestaltet (Umsetzung: 2012).
• Die Tiefgaragen der Welser Heimstätte erhalten - sofern noch nicht vorhanden - neue helle Anstriche (Umsetzung: laufend).
• Die Angebote für Kinder und Jugendliche sowie für Frauen werden weitergeführt und ausgebaut (Umsetzung: laufend).
Mittel- und langfristige Maßnahmen
Das Stadtteilentwicklungskonzept schlägt auch mittel- und langfristige Maßnahmen vor, die als Grundlage für Umsetzungsbeschlüsse der nächsten Jahre dienen sollen:
Insbesondere soll die Kernzone der Noitzmühle durch ein
• neues Alten- und Pflegeheim (inklusive Betreutem Wohnen),
• neue Nahversorger (Trafik, Cafe/Bäckerei, Frisör, Blumen, Drogerie etc.) und ein
• neues Kommunikationszentrum als Dienstleistungs- und Kommunikationsstätte (Mutterberatungsstelle, Stadtteilinformation, Ordnungswache etc.).
ein attraktives Zentrum erhalten.
Im Themenbereich Freiraum soll der Naturraum Traunau weiter attraktiviert werden. Weiters soll es Verbesserungen im Bereich der Westspange durch die Einrichtung eines Sport/Jugend-Bereiches mit Jugendtreff und den Bau von weiteren Stegen über den Mühlbach geben. In Bezug auf Mobilität sind Verbesserungen im Bereich Kernzone Föhrenstraße und Spielplatz Eibenstraße durch Projekte wie etwa "Shared Space" geplant.
Stadtteilentwicklungskonzept Noitzmühle
Das Stadtteilentwicklungskonzept Noitzmühle ist das Ergebnis eines bereits im Jahr 2009 gestarteten Bürgerbeteiligungsprozesses. In zwei großen Bürgerversammlungen sowie durch eine Haushaltsbefragung wurden die Anforderungen der Bewohnerinnen und Bewohner an ihren Stadtteil erfasst. Daraus entstand auch das AktivTeam Noitzmühle, in dem engagierte Menschen aus dem Stadtteil ehrenamtlich an der Verbesserung der Lebensqualität arbeiten und als wichtiges Bindeglied zur Bevölkerung dienen. Das AktivTeam hat vorab erste Ideen für ein neues Zentrum mit vielen Aktivitäten verfasst. Dieses wurde im ganzheitlichen Stadtteilentwicklungskonzept, welches mit den Fachleuten des Magistrates der Stadt Wels, der Welser Heimstätte sowie externen Planern erstellt wurde, direkt eingebunden.
Nach der öffentlichen Präsentation des Konzeptes am Montag, 28. November wird jeder Haushalt eine Information über die Pläne und Vorhaben mit der Möglichkeit zur Rückmeldung erhalten. Der Dialog mit der Bevölkerung soll im Frühjahr 2012 dazu führen, dass der Gemeinderat Maßnahmen mit hoher Akzeptanz und mit viel Wissen aus der Bevölkerung in Auftrag geben wird. Um eine umfassende Berücksichtigung der Meinungen und Beiträge kümmert sich neben den Fachexperten der Stadt Wels auch das Institut Retzl, das bereits die erste Beteiligungsphase mit den Bewohnerinnen und Bewohnern betreute.