HAAS-HOF

Digitaler Architekturführer

der Stadt Wels

ArchitektIn/PlanerIn

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Funktion

Hof

Adresse

< Karte >

Stadtplatz/Schmidtgasse

Errichtungsjahr

2. Hälfte 16. Jahrhundert

Periode

Renaissance

 Alte Architektur 


Haas-Hof

Man gelangt in diesen Hof sowohl vom Stadtplatz aus als auch von der Schmidtgasse.

Der sogenannte „Haas-Hof“ ist benannt nach der Buchdrucker- und Buchhändlerfamilie Haas, die das Haus 1860 erwarb, und gilt als einer der schönsten Arkadenhöfe der Stadt. Dieser prächtige Säulenarkadenhof stammt aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die schönen toskanischen Säulen mit Würfelkapitellen stammen von Welschen Maurermeistern. In dieser Zeit entstanden, angeregt durch Geschäftsverbindungen von Welser Kaufleuten mit Italien, zahlreiche Arkadenhöfe in der Welser Innenstadt. Damit versuchten die reichen Hausbesitzer südliches Flair in die Welser Innenhöfe zu zaubern.

Im ersten und zweiten Obergeschoß führen schmale Laubengänge über drei Seiten des Hofes, die in der Südwestecke erkerartig erweitert sind. Sie sind mit Gratgewölben überdacht und von zierlichen Säulen getragen.
Im Durchgang zum Hof befindet sich ein reich profiliertes Bogenportal.

Abb. 2

Abb. 3

Im Jahre 1928 erfolgte eine Abmauerung des Laubenganges im ersten und zweiten Stock zwischen Hof und Stiegenhaus um je ein Zimmer zu gewinnen.

Im März 1978 wurde der Arkadenhof neu gestaltet und ein Brunnen aufgestellt. Entworfen und ausgeführt wurde dieser von Univ. Prof. Günter Praschak, der von 1973 bis 2004 Leiter der Meisterklasse für Keramik an der Universität für Künstlerische und Industrielle Gestaltung in Linz war. Das Becken des Brunnen besteht aus Sandstein aus Kremsmünster, die Säule aus Steinzeug und die Kugel darauf aus getriebenem Kupferblech.

Abb. 4

Abb. 5

Abb. 6

Abb. 7


Quellennachweis:

©Text:
Walter Aspernig, Oberösterreichischer Kulturführer – Wels, Jugend und Volk, Wien/München, 1984, S.54-55;
Michael Kitzmantel, Wels. Die Stadt. Die Sehenswürdigkeit, Tourismusverband Wels, 2003, S.13

© Fotos:
Abb. 1, 4, 5, 6, 7: Anita Wurm, Stadtarchiv Wels
Abb. 2: Ansichtskarte Dr. Ferdinand Rochhart, Wels
Abb. 3: Tourismusverband Wels